Was bedeutet OJAS

Das was im Herzen wohnt und überwiegend von weißer gelblicher und rötlicher Farbe ist, wird Ojas des Körpers genannt. Wenn es zerstört wird, geht auch der Mensch zugrunde.

Charaka Samhita, Su. XVIII.93

 

OJAS

Ojas ist die höchste Essenz des gesamten Gewebeumwandlungsprozesses. Es stellt quasi die Vitalessenz aller sieben (Dhatus) Gewebe dar. Alle Gewebe besitzen ihre Funktionskraft nur auf Grund von Ojas. Es bietet Vitalität und Widerstandskraft gegen Krankheiten.

Ojas hat seinen Sitz im Herzen und existiert gemäß der klassischen Texte in jedem Menschen nur in einer Menge von 8 Tropfen.

 

Folgender Text ist ein Auszug aus dem Buch “Das neue AYURVEDA Praxis Handbuch“, Gesund Leben, sanft heilen. Vom Autor Hans Heinrich Rhyner, www.uraniaverlag.ch ISBN:3-03819-049-7,

IMMUNKRAFT – OJAS

Einige Autoren beschreiben zwei Arten von Ojas: (1) Ojas par exellence (Para-Ojas), das lediglich aus acht Tropfen bestehen soll und seinen Sitz im Herzen hat, (2) generelles Ojas (Apara-Ojas) dessen Sitz zehn Gefäße sind, die im Herzen münden und das sich von dort aus im Organismus verteilt. Wegen ihrem Pulsieren werden einige dieser Gefäße als Arterien (Dhamani) bezeichnet; wegen ihrer Durchlässigkeit nennt man andere Kreislaufgefäße (Shrota) und wiederum andere Kapillaren (Sira) wegen ihrer Transportfunktion. 13 Ojas ist kein Dhatu, das es den Körper nicht nährt, und auch keine Art von Fortpflanzungsgewebe, da es nicht zur mentalen Freude beiträgt wie Shukradhatu. Deshalb wird es als Sekundärgewebe (Upadhatu) von Shukra bezeichnet.

> Ojas wird aus der Essenz aller Körpergewebe gebildet, so wie Honig die Essenz der Blüten ist, welche die Bienen sammeln.< 14 Ohne Ojas gibt es kein Leben. Es markiert den Beginn der Bildung des Embryos, wenn es in dessen Herzen dringt, und spielt eine wichtige Rolle in der Erhaltung der Gesundheit, wobei es mit der Wiederstandkraft gegen Krankheiten und Zerfall, der Immunität, verglichen werden kann.

13 (Caraka Samhita: Sutra Sthana, Kapitel 30, Verse 8-12)

14 (Cakrapani in der Caraka Samhita: Sutra Stana, Kapitel 30, Vers 7)

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